Skifreizeit, Schülerecho

Ski-Freizeit der Jahrgangsstufe 9

Als der 9.Jahrgang des RöGys am Donnerstagabend, den 24.02.2011 in den Bussen auf dem Weg nach Meransen, Italien saß, waren alle voller Vorfreude und konnten nicht an schlafen denken. Alle unterhielten sich, manche musterten die neuen Gesichter, die sich später als Skilehrer entpuppten und andere vertrieben sich die Zeit mit Spielkonsolen.

Den Wunsch endlich einzuschlafen bekamen die meisten erst gegen 01:00 Uhr nachts, doch da die Busfahrer alle 2 Stunden Pause machten mussten, gestaltete sich das relativ schwierig. Die meisten dösten vor sich hin und schliefen, wenn sie Glück hatten, auch irgendwann mal ein. Doch die ständigen Ansagen des Busfahrers, wenn sie eine Pause machten, erleichterte das nicht unbedingt.

Haus des LernensAls wir morgens gegen 08:00 Uhr alle ankommen waren, hatte vielleicht die Hälfte 4-5 Stunden geschlafen. Die anderen so gut wie gar nicht. Doch an Ausruhen durften die Schüler gar nicht denken. Nachdem Frühstück in den Häusern ging es sofort daran, die richtige Skiausrüstung zu besorgen. Nach dem Ausleihen und Unterbringen der Ausrüstung durften dann endlich die Z

immer „besiedelt“ werden. Im Brunner Hof waren alle zufrieden mit ihren Zimmern und auch der Stampfl Hof wies schöne Zimmer auf. Danach folgte das Mittagessen und im Anschluss taten die einen ihre ersten Schritten auf den Snowblades und die Fortgeschrittenen machten sich mit dem „Idiotenhügel“ bekannt. Doch Ski fahren erwies sich anstrengender als gedacht und dass Karsten Doil dann auch noch mit einer Kamera alles filmte, Patzer wie Erfolge, war zugleich amüsant und verwunderlich. Doch nach spätestens 2 Stunden waren alle in ihren Zimmern und total erschöpft. Das Abendessen war im Stampfl Hof überraschend gut und auch die Schüler im

Brunner Hof waren einigermaßen zufrieden.

Am zweiten Tag begann das Ski fahren dann richtig. Der gesamte Jahrgang fuhr ins benachbarte Skigebiet, nach Vales. Die Fortgeschrittenen durften sofort die beeindruckende Talabfahrt herunterfahren, was für diese natürlich kein Problem war. Die Anfänger hingegen wurden in Gruppen eingeteilt und den Skilehrern vorgestellt: Johanna, Franzi, Inga, Josh, Jan und unter anderem Karsten Doil. Die restlichen Skilehrer, wie Katharina Unnold und Kathrin Symalla, waren für die Fortgeschrittenen zuständig.

Unter den Anfänger lernten einige schnell, während andere mehr Zeit benötigten, doch beinahe jeder konnte sich für das Ski fahren begeistern. Doch so viel Spaß es auch machte, so viel Energie raubte es auch. Also war es kein Wunder als sich die Schüler wahnsinnig auf die Mittagspause und das Essen freuten. Doch danach ging es hochmotiviert weiter. Manche waren sogar noch gewillt weiter zu fahren, als sie die „Heimreise“ antreten sollten, doch die Skilehrer versicherten ihnen, dass sie die Folgen des Tages morgen früh schon zu spüren bekommen würden.

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Dieser Satz erwies sich mehr als nur wahr: Am Morgen darauf hatte der Muskelkater schon seine ersten „Opfer“ gefunden. Aber nicht nur der Muskelkater. Ein aggressiver Virus hatte beinahe alle Schüler, die im Brunner Hof wohnten befallen: Erbrechen, Durchfall und weitere Begleiterscheinungen waren die Folge. Ab diesem Tag begann die große „Trennungsphase“. Denn die Klasse 9a, die zu ihrem Glück im Stampfl Hof übernachtete, sollte nicht auch noch von diesem Virus befallen werden. Doch einzelne Schüler der Klassen 9b und c konnte noch nicht einmal dieser Virus etwas anhaben. Sie fuhren weiter Ski. Ebenso die Klasse 9a, denn außer einzelnen Ausfällen konnten alle fahren.

Am nächsten Tag, die neue Woche war gerade angebrochen, hofften natürlich alle, dass die Erkrankten bald gesund werden würden und alle Klassen wieder etwas gemeinsam unternehmen könnten, doch das rückte in weite Ferne, denn der „Noro-Virus“ wurde vermutet. Die Betreuungslehrer der Klasse 9a, Wolfgang Dick und Christiane Grafke, verfügten mit Nachdruck, dass kein Schüler Kontakt mit Schülern der erkrankten Klassen aufnehmen dürfe. Außerdem wiesen Sie uns an, auf Hygiene größten Wert zu legen. Auch wenn die Maßnahmen zunächst etwas übertrieben erschienen, im Endeffekt war das genau richtig. Wie immer stand auch heute Ski fahren auf dem Plan, nur leider erneut in getrennten Gruppen. Am Abend, nachdem bei der 9a „die Mütze“ für besondere Leistungen auf der Piste (im amüsanten Sinne) und der „Hero of the day“ vergeben worden waren, begann ein kleiner Spielabend. Obwohl die meisten schon um 09:00 Uhr das Bett aufsuchten, gab es einen „Kurs“ in Doppelkopf, andere haben Uno gespielt oder haben von den sympathischen Skilehrerinnen Franzi, Inga und Johanna das unterhaltsame Kartenspiel namens „Bonanza“ beigebracht bekommen.

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Der Dienstag war verlief auch für die Klassen 9b und c wieder „normal“, da die meisten ihre Erkrankung überwunden hatten. Am Abend stand der Eiskanal auf dem Programm. Auf einer ca. 75 m langen Eisrodelbahn mit professioneller Startanlage konnten sich die Schüler und Lehrer mit großem Spaß im Rodeln messen. Die Schnellsten wurden am letzten Tag während eines amüsanten Abschlussabend prämiert.
Die Fortschritte beim Skilaufen waren enorm: Die Anfänger hatten ihren ersten Tag auf „langen“ Skiern und besonders begeistert war Wolfgang Dick von der Leistung der Anfänger. Morgens auf einer blauen Piste begonnen, fuhren sie mittags schon die Talabfahrt hinunter. Ein gewaltiger Fortschritt! Doch das Ski laufen forderte seinen Tribut: Leichte Fiebererscheinung, Kopfschmerzen und Muskelkater. Doch der Spaß am Ski Laufen und die Motivation der Schüler ließ sie die Schmerzen vergessen, jedenfalls bis zum Nachmittag.

Als am Mittwoch schon der vorletzte Tag anbrach, freuten sich einige Schüler bereits auf zu Hause, andere freuten sich weiter Ski fahren zu dürfen und wieder andere wollten einfach nur in Meransen bleiben. Mal wieder powerten sich viele beim Skilaufen aus, was sie nicht dran hinderte, am Abend beim Nachtskilaufen teilzunehmen. Zwar war es die Minderheit der jeweiligen Klassen, natürlich auch immer noch krankheitsbedingt, aber nicht all zu wenige fuhren bei starken Minustemperaturen tapfer und hatten ihren Spaß.

Der letzte Ski-Tag war angebrochen, glücklicherweise konnten beinahe alle wieder Ski fahren. Nachdem an einigen Tagen aus strahlend blauem Himmel durchgehend die Sonne geschienen hatte und das Wetter einfach traumhaft gewesen war, verschlechterte am letzten Tag Nebel die Sicht. Davon ließ sich aber niemand unterkriegen. Obwohl viele schon nach dem Mittagessen die Piste verlassen hatten, gab es genug, die danach noch bis zu 2 Stunden ihren Spaß hatten. Am Abend, dem „berüchtigte Abschlussabend“ hatten alle etwas vor: Die Klasse 9a veranstaltete eine Olympiade. In Gruppen und Ländern aufgeteilt traten sie gegeneinander an. Die Idee hatten die Skilehrerinnen und die Spiele hatten sie sich auch ausgedacht. Anschließend hatten die Schüler noch Zeit Spiele zu spielen und Koffer zu packen. Die Klassen 9b und c gestalteten ihren Abschlussabende als gemeinsamen Spielabend und hatten, wie ich erfuhr, auch sehr viel Spaß dabei.

Als am nächsten Morgen dann die Heimreise angetreten wurde, erneut getrennt, waren die meisten froh und glücklich als sie wieder in Lennep ankamen. Insgesamt war die Ski-Freizeit für alle ein schöne, wahrscheinlich unvergessliche Zeit. Auch die vom Virus heimgesuchten Klassen 9b und 9c schwärmten von ihrer Fahrt. Die zwischenzeitlichen Erkrankungen hatten die allgemein sehr gute Stimmung nicht wirklich trüben können und die Solidarität und den „Klassengeist“ sogar noch gestärkt. Weniger erfreulich war für 2 Schüler der Abschluss der Fahrt, da sie sich gegen Ende noch Brüche zuzogen.
Alles in allem war es eine wunderschöne Zeit, die man gerne wiederholen würde.

Alina Kürten, Kl. 9a