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Der Neue vom RöGy
Zuletzt aktualisiert (Sonntag, 10 April 2011 19:44)
Matthias Lippert ist seit dem 1. April Direktor des Lenneper Röntgen-Gymnasiums. Unterricht gibt er noch nicht. Der 43-Jährige tritt sein Amt in einer Zeit an, in der die Diskussion um die Zukunft der Gymnasien entbrannt ist.
Vor einer Woche hat Matthias Lippert das Direktorzimmer im Röntgen-Gymnasium bezogen. "Ich bin hier sehr herzlich aufgenommen worden – von einem engagierten Kollegium und netten Schülern", sagt der neue Schulleiter, der sich an seiner Wirkungsstätte derzeit gründlich umschaut. Mit der Lehrerschaft ist er bereits in gutem Kontakt, auch einige Schüler hat er in persönlichen Gesprächen schon kennengelernt. In den nächsten Wochen, so kündigt der Pädagoge an, werde er sich den einzelnen Jahrgangsstufen in der Schulaula näher vorstellen.
"Ich liebe meine Fächer"
Bislang war Matthias Lippert stellvertretender Direktor am Gymnasium Schwertstraße in Solingen, wo er mit seiner Familie wohnt. Nach Lennep fährt er derzeit täglich mit dem Zug. Im Gespräch vermittelt der 43-Jährige glaubhaft, seinen Schülern wohlwollend zugewandt zu sein – auch denen, die mit seinen Unterrichtsfächern Mathematik und Physik auf Kriegsfuß stehen: "Ich liebe meine Fächer. Aber ich kann alle verstehen, bei denen das nicht so ist. Und auch mit diesen Schülern arbeite ich gerne", meint er lächelnd. Klar sei, dass er nicht jeden Wunsch der Pennäler erfüllen könne. "Aber ich höre gut zu. Und dabei lässt sich herausfinden, welche Erwartungen die Schüler an ihre Schule haben."
Nach den Osterferien wird er zudem damit beginnen, einige Unterrichtsstunden zu geben. "Als Schulleiter muss man unterrichten. Das ist die beste Möglichkeit, Kontakte zu den Schülern zu knüpfen." Ist er ein strenger Lehrer? Klare Antwort: "Es gibt Regeln, die eingehalten werden müssen. Aber ich habe auch viel Verständnis", sagt Lippert. Er hat als Zivildienstleistender ein Jahr lang an einer Förderschule für Lernbehinderte gearbeitet hat. "Hier habe ich gemerkt, wie viel Spaß mir gerade die pädagogische Arbeit macht."
Auf den Vater von drei Kindern – sechs, elf und 13 Jahre alt – warten jedoch nun viele Verwaltungsaufgaben und ein beträchtliches Maß an konzeptioneller Arbeit. Das Ganztagsangebot soll Schritt für Schritt ausgebaut werden, nach den Sommerferien wird am RöGy die verbindliche Mittagspause eingeführt. Und da wäre auch noch die aktuelle schulpolitische Diskussion. Noch bevor Lippert seinen Dienst antrat, wurde aufgrund der zurückgehenden Schülerzahlen nicht nur die Zukunft der Hauptschulen, sondern auch die eines der vier Gymnasien in Frage gestellt. "Mir ist wichtig, dass die Schulen in die Diskussion eingebunden sind und mit allen Informationen versorgt werden, um selbst Vorschläge zur Schullandschaft zu machen", betont er. Dass die Gymnasialdirektoren im Schulterschluss Gesprächsbereitschaft zeigen, freut ihn: "Die Kollegen der anderen Schulen haben schon frühzeitig mit mir Kontakt aufgenommen."
(Quelle: RP-Online vom 09.04.2011 von von Stefanie Bona)





