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Schreibwerkstatt: Röntgengymnasiasten verfassen eigene Texte ("Schreib-AG")
Zuletzt aktualisiert (Dienstag, 30 November 1999 01:00)
(erb). Seit Monaten treffen sich die Schüler und Schülerinnen des Röntgen Gymnasiums einmal in der Woche und lassen in der "Schreib-AG" mit Katharina Unnold ihren Gedanken freien Lauf. Jetzt präsentierten sie ihre Werke.In der Schul-AG ließen sich die Schüler von der Band "Tex" mit dem Lied "Hallo, hallo Julia" inspirieren und schrieben dazu ihre Assoziationen aufs Papier.
"Was bedeutet der Himmel für mich?" hieß die Aufgabe. Elsa Fladung etwa las "0:11" vor. Authentisch und voller innerer Zerrissenheit ließ sie Liebe und Kummer verschmelzen. Besonders eindrucksvoll wirkten die Texte mit der musikalischen Begleitung am Flügel. Dustin Wawoczny beindruckte das Publikum mit Chopin nicht nur durch meisterhaftes Talent an den Tasten, sondern widmete sich ebenso der Prosa - mit dem Stück "Leben".
Mit einer wohlklingenden Vorlesestimme beschrieb Alina Kürten den "Untergang". Eine überaus romantisch beginnende Geschichte über einen königlichen Sternenhimmel, der sich als Apokalypse entpuppt. Einen Kampf über Leben und Tod beschrieb auch Rebeka Kentemich. "Der Tanz", der abrupt mit dem Tod des Partners endete. Bewusst führte die Nachwuchsautorin ihre Zuhörer in die Irre und ließ viel Raum für Interpretationen.
Jonas Weichert wurde eher spirituell und sah das Leben nach dem Tod. "Der Himmel ist mein zweites Zuhause", erklärte er. Jenny Januszek und Lea Heimlich fokussierten ihren Blick auf die grenzenlose Weite und vermischten emotionale Ansichten hinein. Die Welt der Jugendlichen ist voller Geheimnisse. Liebe, Angst, Tod und Vertrauen haben dort ihren Stammplatz. Lisa Tzieplys Text "Ich liebe dich" bewies dies umso mehr. Durch den Abend führte Moderatorin Julia Wachter und glänzte mit selbstbewusster Zielstrebigkeit.





