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Rögy rockte gegen Drogen

Von Lena  (Quelle. RGA-Online vom: 29.06.2010)

Drei Jugendbands aus der Region traten am Wochenende auf dem Schulhof des Lenneper Röntgen-Gymnasiums auf. Die Schülervertretung startete eine Anti-Drogen-Kampagne.

,,Raise your voice against drugs”, was so viel heiß wie ,,erhebe deine Stimme gegen Drogen”, war das Motto des Rockkonzertes, welches am Freitag im Lenneper Röntgen-Gymnasium stattfand. Drogen sind immer ein aktuelles Thema, und mit diesem Event sollte gezeigt werden, dass man auch ohne Alkohol oder Drogen Spaß am Feiern haben kann. Doch leider zeigten die Schüler eher wenig Interesse, denn der große Ansturm blieb aus. ,,Wir finden es schade, dass sich die Schüler und Jugendlichen so wenig für dieses Thema interessieren”, sagte Mitorganisatorin und Schülersprecherin Carina Nennstiel.

Die drei Bands jedenfalls heizten denen, die vor der Bühne saßen oder standen richtig ein. Angefangen mit der Pop/Rock Coverband ,,Day `n` Light”, die den Auftakt in einen vielfältigen Abend gab. Die bühnenerfahrenen Jungs aus Rade traten mit nicht ganz unbekannten Gesichtern auf. Denn vorne am Mikro stand der Top-10-Popstars-Teilnehmer Aytug Gün, und an den Drums saß Jonas Scheler, der 2009 den Deutschen Rock-und-Pop-Preis gewann. Mit ihren Coversongs wie ,,All summer long” oder dem Hit ,,Junge”, den sie passend zum Thema abgeändert hatten, zeigten sie ihr musikalisches Können und brachten die Leute dazu, mitzugehen und zu singen.

Jede der Bands hatte 30 bis 45 Minuten Zeit, um die Stimmung anzuheizen, was bei den sommerlichen Temperaturen auch nicht allzu schwer fiel. Die gegebene Zeit nutzte auch die Remscheider Band ,,14 Days” voll und ganz aus. Mit eher rockigen Klängen, brachte sie ihre Fans zum Springen und Mitgrölen. Und spätestens als Drummer Daniel seinen Oberkörper entkleidete, hatten die Jungs auch die weiblichen Zuschauer auf ihrer Seite. Insgesamt pflegte die Punkband ein Rockstarimage mit Sprüngen auf der Bühne oder Schimpfwörtern in ihren eigenen deutschen Texten. Doch den Zuschauern gefiel es. Ganz besonders als sie eine sehr eigenwillige Rockversion von ,,Hakunamantata”, aus der Serie ,,Timon und Pumba” zum Besten gaben, flippte das Publikum fast aus.

Nach einer kleinen Stärkung am Grill fand sich das Publikum auch wieder pünklich zum Auftritt der Band ,,Attica” vor der Bühne ein. Mit ihrem ersten Hit ,,I hate you” brachten sie die Zuschauer zum Abgehen. Ihr Musikstil ist schwer einzuordnen. Sie haben einen eigen kre-iert, der sehr in die Richtung rockig-alternativ und nach eigenen Angaben ,,mal lauter, mal leiser” geht. Mit vielen Gitarrenklängen und dem einzigen Mädchen, Lea, an den Vocals zeigten sie ihr Können. Auch ,,Attica” hatten wie ,,14 Days” ihre eigenen Texte mitgebracht. Nur, dass ihre Englisch und nicht Deutsch waren. Insgesamt war es trotz der wenigen Zuschauer ein gelungener Abend mit einem feierwütigen Publikum und drei sehr verschiedenen Bands, die durch ihr Können die Stimmung am Laufen hielten.