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Indische Schüler besuchen RöGy
Zuletzt aktualisiert (Montag, 22 November 2010 21:00)
Von Bastian (Quelle: RGA-Online vom 17.05.2010)
Das Lenneper Röntgen-Gymnasium hat Besuch aus Übersee. Indische Gastschüler bleiben bis Sonntag.
Wer gestern Morgen sehr aufmerksam am Lenneper Röntgen-Gymnasium vorbei gegangen ist, dem könnte eine nicht alltägliche Besonderheit aufgefallen sein: Vor der Schule war neben der deutschen und europäischen Fahne eine safran-weiß-grüne gehisst, die Indische.
Es war nämlich Besuch gekommen: 13 Schüler der Springdales School in Neu Delhi. Sie sind auf einer zweiwöchigen Rundreise durch Deutschland und machen von Donnerstag bis Sonntag Halt in Lennep, um sich für den Besuch einiger ,,RöGys” im vergangenen Jahr zu revanchieren. Diese hatten eine zweiwöchige Reise durch Indien gemacht und dabei Springdales besucht. „Interkulturellen Austausch und neue Freundschaften, auch mit entlegenen Teilen der Welt”, wünscht sich Schulleiter Hans-Helmut Hammes für die Schüler beider Schulen.
„Wir unterhalten uns auf Englisch und dazu kommen natürlich Hände und Füße”, beschreibt die 17-jährige Meike, wie sie mit ihrer Gastschülerin in den gewünschten „interkulturellen Diskurs” tritt. Einen halben Tag Unterricht erlebten die indischen Schüler hier, und Ishita musste zugeben, dass es in Deutschland schon anders zugeht als daheim. „Wir haben größere Klassen, so um die 50 Schüler”, erzählt die 14-Jährige. Viel lauter als in einer deutschen Klasse sei es aber nicht, indische Schüler und Lehrer haben ein ernsteres Verhältnis zueinander. Ishita war zusammen mit Meike im Physikunterricht. Auch wenn sie nicht viel von den Erklärungen zur Elektronenerzeugung in einer Braun’schen Röhre verstanden hat, sei der Physikunterricht jedoch gleich: Versuchsaufbauten und komplizierte Formeln.
Welche Unterschiede es noch gibt, konnten die Lenneper Schüler beim offiziellen Empfang in der Aula sehen. Beide Schulen stellten sich mit Vorführungen vor: das RöGy mit Auftritten vom Schulchor und Musikern und die Gäste mit einem indischen Tanz und einem Lied. In der über 100 Jahre alten Aula mit bemalten Fenstern, Stuckdecke und Orgel stellten die Gäste ihre Schule mt einer Power Point-Präsentation vor. Wie bei Harry Potter ist Springdales in acht „Häuser” aufgeteilt. In verschiedenen Sportarten treten diese gegeneinander an: auf dem Cricket-Feld, dem Polo-Platz, im Schwimmbecken oder der Aschenbahn. Springdales ist eine Schule, die alle Möglichkeiten bietet, auch als Vorzeigemodell. Fotos von Michail Gorbatschow oder Jawaharlal Nehru, dem ersten Staatspräsidenten Indiens, haben sie mitgebracht.
Am Donnerstag haben sie dagegen dem Röntgen-Museum einen Besuch abgestattet, um den berühmten Sohn der Stadt kennenzulernen. Und ab Sonntag geht es dann weiter über Trier und Hameln nach Berlin. Der Austausch hat also begonnen.





