Presse

Nachfolger fürs RöGy stellt sich vor

Der neue Leiter des Lenneper Röntgen-Gymnasiums wird wohl Matthias Lippert heißen: Er soll Hans-Helmut Hammes beerben, wenn der langjährige Schulleiter Ende Januar in den Ruhestand wechselt. Am Donnerstag stellte sich der designierte Nachfolger im städtischen Schulausschuss vor. Einstimmig votierten die Politiker für ihn.

Bislang arbeitet der 43-Jährige am Solinger Gymnasium Schwertstraße - einer Schule, die landesweit immer wieder als Vorreiter und mit innovativen Projekten auf sich aufmerksam macht. Im Schulversuch "selbstständige Schule" verwaltet sich die Schwertstraße selbst.

Als Lehrer für Mathe und Physik geht es Lippert fachlich darum, seine bei den Schülern oft ungeliebten Fächer populärer zu machen. Zum Beispiel mit Projekten wie der A-lympiade, die die Brücke von der trockenen Schul-Theorie in die spannende Arbeitswelt schlägt: In Kooperation mit Spieleentwicklern, dem Hafen Rotterdam oder auch Verkehrsbetrieben geht es darum, Mathe im Alltag zu entdecken - und so das Interesse der Schüler zu wecken.

Matthias Lippert koordiniert die A-lympiade auf NRW-Ebene. Auch als Mitglied einer Projektgruppe, die ein Konzept für einen neuen Mathe-Grundkurs entwickelte, arbeitete Lippert an der Schnittstelle zwischen Forschung, Wissenschaft und pädagogischer Praxis mit.

Wichtig sei ihm, das Gymnasium nicht als abgeschlossenes System zu betrachten, sagt Matthias Lippert: "Wir sind Teil in einem ganzen Netz." Die Kooperation mit anderen Schulformen, Wirtschaft und Gesellschaft sei ihm wichtig: "Fühler nach außen ausstrecken" nennt Lippert das.

"Sein" künftiges RöGy kennt der designierte Direx bislang nur von kurzen Besuchen und intensiven Gesprächen mit Schulleiter Hammes. "Ich habe den Eindruck, dass eine sehr gute Arbeitsatmosphäre herrscht und sehr solide Arbeit geleistet wird."

Die Entwicklung des RöGy ähnele der des Gymnasiums Schwertstraße, sodass er Anknüpfungspunkte sehe. Im Zentrum dabei stehe stets der Schüler: "Wir müssen sicherstellen dass diejenigen, die einmal bei uns angemeldet sind, es auch schaffen."

Quelle: RGA-Online /19.11.2010 ein Artikel von Kerstin Neuser