Presse
Applaus für die Pinkelstopper
Zuletzt aktualisiert (Montag, 22 November 2010 21:16)
Mit einer innovativen Idee und viel Einsatz schafften es vier Remscheider Schüler beim ,,Gründerpreis Wettbewerb” in die Top Ten.
Dank des von ihnen entwickelten 'Pinkelstoppers' konnten vier Schüler des Lenneper Röntgen-Gymnasiums einen großen Erfolg feiern. Am Mittwoch wurden sie in Hamburg für ihr Konzept ausgezeichnet – Platz Sechs für die Innovation aus Remscheid beim Wettbewerb 'Deutscher Gründerpreis', der sogar auf Bundesebene ausgetragen wurde.
Der Pinkelstopper könnte in vielen Familien mit kleinen Kindern ein altes Problem lösen. Er soll Stress und Ekel vermeiden, Kinder vor Peinlichkeiten und Eltern vor viel Arbeit bewahren. Mit der Plastikblende vor Toilettenbrille und -sockel kann der Nachwuchs nicht mehr das Badezimmer vollmachen.
Die vier Tüftler von 'PS - Bath Innovations' - so nennen sie ihr Unternehmen - haben auch die Kosten für Material und Fertigung, Werbung und Vertrieb berechnet. Dazu gehörten Telefonate mit Kunststoffproduzenten, Druckereien und viele Beratungsgespräche mit erfahrenen Unternehmern.
Allerdings ist ihr Produkt "nur" eine gute Idee. Nichts von alledem ist Realität, denn Marvin Fiori, Henrik Sadlowski, Patrick Schneller und Simon Wahrstötter haben mit ihrer Idee am "Deutschen Gründerpreis" teilgenommen. Dabei galt es, ein ganzes Unternehmen virtuell zu gründen. 1217 Teams traten mit ihrer Unternehmensgründung und einer Geschäftsidee gegeneinander an. Sie mussten Konzepte erstellen, Organisationsstrukturen aufbauen und Kalkulationen aufstellen. Zudem stand die Gestaltung einer Firmenwebsite auf der Aufgabenliste sowie eine gute Präsentation vor 'echten' Unternehmern.
Mit viel Einsatz und Mühe holte sich ,,PS - Bath Innovations" am Ende in allen Disziplinen höchste Punktzahlen. Für Marvin, Henrik, Patrick und Simon hat sich damit ein großer Traum erfüllt. Schon einmal hatten drei von ihnen an dem bekannten Wettbewerb teilgenommen.
Im Frühling dieses Jahres nun taten sie sich zusammen, um gemeinsam zu arbeiten - und hatten im Verbund Erfolg. "Es braucht einfach die Gruppe, Teamwork ist hier unabdingbar", betonten Simon und Marvin bei der Vorstellung der elf Remscheider Schülergruppen in der vergangenen Woche.
Diese Erkenntnis haben auch die zehn anderen Gruppen des Röntgen-Gymnasiums und des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung gewonnen. Mit ihren Unternehmensgründungen haben sie viele wertvolle Erfahrungen gesammelt. "Was wir in der Schule gelernt haben, konnten wir jetzt auch mal in der Praxis anwenden", sagten die Jungunternehmer von 'hairfriendz'.
Von Problemen blieben manche Teams natürlich nicht verschont: Mangel an Motivation und fehlende Zeit kosteten Nerven. Langes Warten auf Mail-Antworten oder umständliche Erklärungen von Unternehmen taten ihr Übriges. Oft dauerte es viel zu lange, ehe sie die nötigen Informationen erhielten. „Durchhaltevermögen und gegenseitige Unterstützung sind daher absolut notwendig", geben die Jungs von ,,PS - Bath Innovations" Tipps für zukünftige Teilnehmer.
Doch die positive Erfahrung überwiegt im Rückblick ganz eindeutig. "Der Wettbewerb hat mir gezeigt, dass es möglich ist, auch ohne Wirtschaftsstudium ein Unternehmen zu gründen", sagt Henrik Sadlowski. Auch seine Mitstreiter sehen sich in ihren jeweiligen Berufsabsichten bestärkt. "Berufliche Orientierung geben und selbstständiges Denken und Handeln fördern, eben das sind die Absichten des Deutschen Gründerpreises", erklärt Jörg Koch to Krax, Pressesprecher der Stadtsparkasse Remscheid.
Ab November können sich Schülergruppen wieder an den Schulen anmelden. Dann startet eine neue Runde des "Deutschen Gründerpreises".
Jan, RGA vom 18.06.2009





