RöGy-Schüler nimmt an Jugend-Presse-Kongress teil

Im SoWi-Unterricht hat uns unser Lehrer Herr Gropper auf die Organisation „young leaders“ aufmerksam gemacht. Diese bietet Fortbildungsmöglichkeiten für engagierte Heranwachsende, z.B. kann man an mehrtägigen Akademien/Kongressen oder an Workshops teilnehmen, um die sozialen Kompetenzen zu verbessern und sein Wissen über verschiedenste Themen erweitern. Ich habe mich schriftlich für den Jugend-Presse-Kongress mit dem Leitthema: „Luftwaffe und Technik - Chancen für junge Leute“ beworben und wurde angenommen.

Freitags nach der Schule ging es vom Wuppertaler Hauptbahnhof los, das Ziel: Der 147. Jugend-Presse-Kongress von young leaders in Rostock. Um 20:00 Uhr kam ich in der Jugendherberge in Rostock an, wo sich ca. 115 Jugendliche zum gemeinsamen Arbeiten im Kongress trafen. Durch die lange Fahrt waren alle sehr erschöpft, daher ging es nach einer Begrüßung und Vorstellung der Programmpunkte fürs Wochenende auch recht schnell ins Bett. Samstags morgens fuhren wir zum Luftwaffenstützpunkt der Bundeswehr in Laage. Dort hielt Reinhard Werner, Dipl. Psychologe und Gründer von young leaders eine sehr informative Rede über die“ Zukunftsstrategien des 21. Jahrhundert“. Er appellierte an uns Jugendliche, unsere Fähigkeiten und unser Wissen gekonnt zu nutzen so wie Interesse an Politik, Menschen, anderen Kulturen und der Gestaltung unserer Zukunft zu zeigen.

Dann ging es auch schon los. In kleineren Gruppen hatten wir unterschiedliche Aufgaben bekommen, zum Beispiel führten wir Interviews mit hochrangigen Generälen durch und wurden dabei von professionellen Kamerateams gefilmt. Außerdem waren bekannte Journalisten vor Ort, mit denen wir lange über die Manipulation der Menschen durch Medien und andere interessante Themen sprachen.

Danach hatten alle die Möglichkeit, in einem Simulator für Eurofighter zu fliegen und dabei von Kampfpiloten betreut zu werden. Wir interviewten auch Frau Petra Müller aus Köln, die erste Direktorin beim Bundesamt für Personalmanagement der Bundeswehr, und erfuhren dabei vieles über die Arbeit der Bundeswehr, die Aufstiegschancen, aber auch über die Gefahren und Voraussetzungen die man bei der Bundeswehr beachten muss. Am beeindruckendsten empfanden viele die Flugshow, die uns am Nachmittag vorgeführt wurde. Hochmoderne Eurofighter-Kampfjets führten Flugmanöver vor, außerdem ein großes Transportflugzeug und ein Hubschrauber, in dem bis zu 40 voll ausgerüstete Soldaten mitfliegen können. Nach deren Landung durften wir diese näher betrachten und sogar einsteigen. Nun konnte ich auch mit Piloten und Flugzeugmechanikern sprechen und erhielt viele Informationen über ihren Alltag bei der Bundeswehr. Der Pilot sagte mir z.B. auch, dass er „drei Mal pro Woche einen Eurofighter fliegt“, und der überwiegende Teil seines Berufes aus dem Trainieren und Aufrechterhalten seiner Fähigkeiten besteht.

Nachdem wir einige Interviews geführt und einiges gelernt hatten, verbrachten wir den Abend gemeinsam auf einem Schiff, wo sich alle Jugendlichen näher kennenlernen konnten. Man hat also nicht nur vieles über die deutsche Bundeswehr und die Arbeit eines Journalisten erfahren, sondern auch seine sozialen Fähigkeiten verbessert, da jeder einzelne von uns auf 114 fremde Jugendliche traf und wir alle in Gruppen arbeiten sollten, ohne vorher je miteinander geredet zu haben.

Am nächsten Tag wurden die Ergebnisse der Gruppen vorgestellt. Zwei Kurzfilme aus unseren Interviews waren entstanden, eine Zeitung mit Bildern von Generälen und Piloten und den zugehörigen Interviews und eine Internetseite mit Videos von der Flugshow, Berichten etc. sind innerhalb von 2 Tagen von uns produziert worden. Wir waren alle begeistert von den Leistungen, die wir (mit Hilfe von Journalisten, Kamerateams und Internetexperten) zustande gebracht hatten. Vor unserer Abreise, gab es noch eine große Pressekonferenz, bei welcher wir Jugendlichen die Journalisten waren und richtigen Berufsjournalisten Fragen über ihren Alltag und ihre Arbeit stellen konnten. Um 12 Uhr mittags war der Jugend-Presse-Kongress leider schon zu Ende und wir traten alle die Heimreise an. Es war eine tolle Erfahrung für mich und ich werde mit einigen Teilnehmern in Kontakt bleiben. Ich finde, mehr Jugendliche sollten ihre Zeit besser nutzen und in ihrer Freizeit auch an solchen Bildungsveranstaltungen teilnehmen, da dies eine großartige Vorbereitung für die eigene Zukunft ist.

Lars Zimmermann, Jgst. Q1

 

 


 

"young leaders bietet Bildungsveranstaltungen für sozial oder politisch engagierte Jugendliche aus ganz Deutschland an. Wer neugierig ist und sich gerne mit spannenden Zukunftsfragen auseinandersetzt, ist bei young leaders genau richtig."

Kontakt:

Tel: +49 30 200 59 79 0
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