Herr Lippert kam, veränderte - sah, dass es gut war, - und ging

„Herr Lippert kommt, Herr Lippert geht, auch wenn das hier keiner versteht.“ Mit einem Ständchen der Fünftklässler begann am 31. Oktober 2019 die Veranstaltung, die leider das Ende der Amtszeit von unserem Schulleiter Herrn Lippert einläutete.

An diesem Nachmittag zeigte sich, dass es gar nicht viel Zeit braucht, um zu erkennen, wie gut er dem RöGy tut. Die Kleinsten, die ihn am wenigsten erlebt haben, sangen allen geladenen Gästen aus dem Herzen. Innerhalb weniger Wochen musste sich unsere Schulgemeinschaft mit dem Gedanken anfreunden, ihren beliebten Schulleiter ziehen zu lassen. Zu neuen Aufgaben berufen, beginnt er Anfang November bei der Bezirksregierung in Köln, „als Dezernent für Mathe und Physik –oh yeah.“ 

Die Klasse 6b überreichte ihrem Schulleiter sogar ein ausgezeichnetes Überweisungszeugnis, das in den Fächern Pünktlichkeit, Empathie und Engagement besonders hervorstach. Und auch wenn es für unsere Schule eigentlich ein trauriger Anlass war, wie unser stellvertretender Schulleiter Herr Benkert in seiner Rede anmerkte, sollten an diesem Nachmittag die Dankbarkeit und positiven Wünsche überwiegen. In kurzer Zeit hatten sich nämlich alle an der Schulgemeinschaft Mitwirkenden – Schülervertreter, Elternvertreter und Kollegen –mobilisiert,  um ihm einen herzlichen Abschied vom RöGy zu bereiten.

Nachdem der Festausschuss im Vorfeld für eine gemütlich festliche Atmosphäre in der Mensa gesorgt und ein wie gewohnt tolles Buffet gezaubert hatte, spiegelten die vielen kreativen, wohlwollenden und lustigen Beiträge  wider, wie sehr Herr Lippert an dieser Schule geschätzt wird. Er selbst versicherte, dass es ihm schwerfalle, das RöGy hinter sich zu lassen,  er habe sich aber immer geschworen, nie zu lange an einer Schule zu verweilen, um den Impuls zur Veränderung nicht zu verlieren. „Dieser Schulleiter setzt sich selbst eine Frist. Denn er geht, wenn es am schönsten ist.“, tönte es in einem Abschiedslied vom Kollegium für Herrn Lippert.

Das RöGy hat er jedenfalls in seinen acht Jahren bemerkenswert verändert und die Schule nicht nur äußerlich renoviert. Der Lehrerrat sprach ihm in Anlehnung an die biblische Vorlage ein zielstrebiges „Sechstagewerk“ zu, denn er trieb Baumaßnahmen unermüdlich voran, erneuerte das halbe Kollegium und setzte richtungsweisende Akzente. Mittendrin und zwischendurch – das bestätigte ihm die Schülervertretung – habe er immer Interesse für die Anliegen der Schüler gezeigt und – so die Elternpflegschaftsvorsitzende – stets eine sehr enge Kooperation mit den Eltern gepflegt.

„Er sah, dass es gut war“ und startet nun in eine neue Zukunft, wofür wir ihm von Herzen alles Gute wünschen.