Eine Konzertkritik zum 2. Philharmonischen Konzert der bergischen Symphoniker „Der romantische Tauchgang“

Von Marianne Eickenbusch und Cynthia Garmijn. Am Mittwochabend, dem 25.09.19, besuchte der Musikkurs (EF Jahrgang 2019/20) zusammen mit Frau Nowak ein klassisches Konzert der bergischen Symphoniker. Wir Schülerinnen und Schüler waren bereits gespannt auf die Darbietung, denn von der im Voraus besuchten Probe konnten wir bereits einen Eindruck mitnehmen. Die Probe hatte für einige Skepsis gesorgt, da der Gastdirigent Georg Fritzsche vieles korrigiert hat und immer wieder Anmerkungen gemacht hat, die beim ersten Mal Hören nicht aufgefallen sind. Als sich nun alle Zuhörenden im Saal versammelt hatten, begannen die Orchestermusiker sich einzustimmen. Anschließend betrat Georg Fritzsche mit tosendem Beifall die Bühne und nahm seinen Platz zentral vor dem Orchester ein. Als der Dirigent seine Arme hob und die Musizierenden ihre Instrumente ansetzten war es so still, dass man sich kaum traute zu Atmen. Im nächsten Moment begann das Orchester zu spielen. Für uns Schüler war es schwierig sich in die Musik hineinzufinden, aber nach einiger Zeit legte sich dies.

Den Auftakt machte die Konzert-Overtüre „Meeresstille und glückliche Fahrt“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Jener hat sich durch zwei Gedichten von Johann Wolfgang von Goethe inspirieren lassen. Diese Gedichte heißen „Meeresstille“ und „Glückliche Fahrt“. „Meeresstille“ beschreibt eine bedrückende Stille, die auch zu beginn der Overtüre zu bemerken ist. Das Meer wird sacht und ruhig beschrieben und durch die Klänge der Instrumente entsteht ein Bild im Kopf des Zuhörers. „Glückliche Fahrt“ hingegen beschreibt eine Ankunft nach einer langen Reise, was durch ein starkes Crescendo deutlich wird. Wir finden, dass das Stück sehr passend gewählt ist und einen sanften Einstieg in die Welt der klassischen Musik ermöglichte. Nach dem Stück verließ der Gastdirigent sowie die erste Geige die Bühne und einige Männer stellten die Stühle um.

Als nächstes erklang das „Konzert für Violoncello und Orchester in a-Moll“ von Robert Schumann. Schumann hat dieses Werk zu seiner Zeit ohne jegliche Kenntnis über die Spielweise des Violoncellos geschrieben, weswegen die Solostimme von mehreren Cellisten überarbeitet werden musste und bis heute eher schwierig zu spielen ist. Dies war der Auftritt des Solisten Isang Enders, den wir am Morgen bereits in der Schule kennenlernen durften. Er kam zusammen mit dem Gastdirigenten wieder auf die Bühne, nachdem alle Musiker und Musikerinnen wieder ihre Plätze eingenommen hatten. Auch der Solist wurde mit lautem Beifall empfangen. Dann kehrte wieder dieselbe Ruhe wie am Anfang ein und das Orchester begann zu spielen. Uns Schülern ist aufgefallen, wie laut der Solist während dem Spielen atmet, was als Effekt seiner Leidenschaft zu verstehen ist. Er spielt mit dem ganzen Körper und bringt alle seine Kräfte in das Instrument und drückt damit seine Gefühle aus. Die Darbietung des Werkes war einzigartig und vermittelte uns ein ganz sonderbares, eigenes Gefühl. Die Frage-Antwort Struktur des Stücks hat eine verbindende, verständliche Atmosphäre geschaffen. Man könnte sich sehr gut vorstellen, wie Schumann in seinem Arbeitszimmer sitzt und das Stück komponierte.

Nachdem das Werk gespielt worden war, applaudierten die Zuhörer eifrig und sowohl Isang Enders als auch Georg Fritzsche verließen mehrfach die Bühne um nur wenige Augenblicke später zurückzukehren. Wir empfanden dies belustigend und mussten bei jeder Rückkehr der beiden Künstler schmunzeln. Nach der dritten Rückkehr spielte Isang Enders sogar eine spontane Zugabe, die manchen allerdings nicht so gut gefallen hat, wie andere Stücke während des Konzerts.

Nach der Pause spielten die bergischen Symphoniker das letzte Werk des Abends: „Die Seejungfrau (Eine Phantasie nach Hans Christian Andersen)“ von Alexander von Zemlinsky. Das Stück soll das Märchen von Hans Christian Andersen musikalisch nacherzählen. Dieses Werk war das, was ebenfalls in Teilen während unseres Probenbesuchs geübt wurde. Es war auch das Werk, in das wir, die Schüler, uns am meisten hineinversetzen konnten. Während der Übergänge zwischen den einzelnen Sätzen, sorgte eine ältere Dame wieder für Belustigung: Sie rief in den Unterbrechungen „Ahja!“ oder „Oh!“. Damit brachte sie sowohl die Zuhörenden als auch Musiker und Musikerinnen auf der Bühne zum Lachen. Der Ausschnitt aus dem zweiten Satz, der ebenfalls bei unserem Probenbesuch geübt wurde, hatte einen starken Wiedererkennungswert. Jeder aus dem Musikkurs hatte den Teil wiedererkannt und hörte gespannt zu. Im Zusammenhang dazu fiel auch die Wirkung der Korrekturen von Georg Fritzsche auf: Beispielsweise hatte er die erste Geigenstimme angwiesen, dass sie so spielen sollen, als wenn sie zusammen atmen würden, was sie Im Konzert so umsetzten.

Natürlich gab es auch einige Nachwirkungen. Dies wurde durch die Art des Spielens und die verschiedenen Stücke übertroffen und manche hatten am nächsten Morgen sogar einen Ohrwurm aus dem Werk von Zemlinsky.

Zusammenfassend haben alle das Konzert genossen. Es war eine neue Erfahrung und durch den Probenbesuch wirkte das Gesamtbild auch weniger befremdlich. Abschließend also ein lohnendes Erlebnis, auch wenn die Mehrheit in ihrer Freizeit nur bedingt einem klassischen Konzert zuhören würde.

Eine Konzertkritik zum 2. Philharmonischen Konzert der bergischen Symphoniker „Der romantische Tauchgang“ Von Marianne Eickenbusch und Cynthia Garmijn Am Mittwochabend, dem 25.09.19, besuchte der Musikkurs (EF Jahrgang 2019/20) zusammen mit Frau Nowak ein klassisches Konzert der bergischen Symphoniker. Wir Schülerinnen und Schüler waren bereits gespannt auf die Darbietung, denn von der im Voraus besuchten Probe konnten wir bereits einen Eindruck mitnehmen. Die Probe hatte für einige Skepsis gesorgt, da der Gastdirigent Georg Fritzsche vieles korrigiert hat und immer wieder Anmerkungen gemacht hat, die beim ersten Mal Hören nicht aufgefallen sind. Als sich nun alle Zuhörenden im Saal versammelt hatten, begannen die Orchestermusiker sich einzustimmen. Anschließend betrat Georg Fritzsche mit tosendem Beifall die Bühne und nahm seinen Platz zentral vor dem Orchester ein. Als der Dirigent seine Arme hob und die Musizierenden ihre Instrumente ansetzten war es so still, dass man sich kaum traute zu Atmen. Im nächsten Moment begann das Orchester zu spielen. Für uns Schüler war es schwierig sich in die Musik hineinzufinden, aber nach einiger Zeit legte sich dies.

Den Auftakt machte die Konzert-Overtüre „Meeresstille und glückliche Fahrt“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Jener hat sich durch zwei Gedichten von Johann Wolfgang von Goethe inspirieren lassen. Diese Gedichte heißen „Meeresstille“ und „Glückliche Fahrt“. „Meeresstille“ beschreibt eine bedrückende Stille, die auch zu beginn der Overtüre zu bemerken ist. Das Meer wird sacht und ruhig beschrieben und durch die Klänge der Instrumente entsteht ein Bild im Kopf des Zuhörers. „Glückliche Fahrt“ hingegen beschreibt eine Ankunft nach einer langen Reise, was durch ein starkes Crescendo deutlich wird. Wir finden, dass das Stück sehr passend gewählt ist und einen sanften Einstieg in die Welt der klassischen Musik ermöglichte. Nach dem Stück verließ der Gastdirigent sowie die erste Geige die Bühne und einige Männer stellten die Stühle um.

Als nächstes erklang das „Konzert für Violoncello und Orchester in a-Moll“ von Robert Schumann. Schumann hat dieses Werk zu seiner Zeit ohne jegliche Kenntnis über die Spielweise des Violoncellos geschrieben, weswegen die Solostimme von mehreren Cellisten überarbeitet werden musste und bis heute eher schwierig zu spielen ist. Dies war der Auftritt des Solisten Isang Enders, den wir am Morgen bereits in der Schule kennenlernen durften. Er kam zusammen mit dem Gastdirigenten wieder auf die Bühne, nachdem alle Musiker und Musikerinnen wieder ihre Plätze eingenommen hatten. Auch der Solist wurde mit lautem Beifall empfangen. Dann kehrte wieder dieselbe Ruhe wie am Anfang ein und das Orchester begann zu spielen. Uns Schülern ist aufgefallen, wie laut der Solist während dem Spielen atmet, was als Effekt seiner Leidenschaft zu verstehen ist. Er spielt mit dem ganzen Körper und bringt alle seine Kräfte in das Instrument und drückt damit seine Gefühle aus. Die Darbietung des Werkes war einzigartig und vermittelte uns ein ganz sonderbares, eigenes Gefühl. Die Frage-Antwort Struktur des Stücks hat eine verbindende, verständliche Atmosphäre geschaffen. Man könnte sich sehr gut vorstellen, wie Schumann in seinem Arbeitszimmer sitzt und das Stück komponierte.

Nachdem das Werk gespielt worden war, applaudierten die Zuhörer eifrig und sowohl Isang Enders als auch Georg Fritzsche verließen mehrfach die Bühne um nur wenige Augenblicke später zurückzukehren. Wir empfanden dies belustigend und mussten bei jeder Rückkehr der beiden Künstler schmunzeln. Nach der dritten Rückkehr spielte Isang Enders sogar eine spontane Zugabe, die manchen allerdings nicht so gut gefallen hat, wie andere Stücke während des Konzerts.

Nach der Pause spielten die bergischen Symphoniker das letzte Werk des Abends: „Die Seejungfrau (Eine Phantasie nach Hans Christian Andersen)“ von Alexander von Zemlinsky. Das Stück soll das Märchen von Hans Christian Andersen musikalisch nacherzählen. Dieses Werk war das, was ebenfalls in Teilen während unseres Probenbesuchs geübt wurde. Es war auch das Werk, in das wir, die Schüler, uns am meisten hineinversetzen konnten. Während der Übergänge zwischen den einzelnen Sätzen, sorgte eine ältere Dame wieder für Belustigung: Sie rief in den Unterbrechungen „Ahja!“ oder „Oh!“. Damit brachte sie sowohl die Zuhörenden als auch Musiker und Musikerinnen auf der Bühne zum Lachen. Der Ausschnitt aus dem zweiten Satz, der ebenfalls bei unserem Probenbesuch geübt wurde, hatte einen starken Wiedererkennungswert. Jeder aus dem Musikkurs hatte den Teil wiedererkannt und hörte gespannt zu. Im Zusammenhang dazu fiel auch die Wirkung der Korrekturen von Georg Fritzsche auf: Beispielsweise hatte er die erste Geigenstimme angwiesen, dass sie so spielen sollen, als wenn sie zusammen atmen würden, was sie Im Konzert so umsetzten.

Natürlich gab es auch einige Nachwirkungen. Dies wurde durch die Art des Spielens und die verschiedenen Stücke übertroffen und manche hatten am nächsten Morgen sogar einen Ohrwurm aus dem Werk von Zemlinsky.

Zusammenfassend haben alle das Konzert genossen. Es war eine neue Erfahrung und durch den Probenbesuch wirkte das Gesamtbild auch weniger befremdlich. Abschließend also ein lohnendes Erlebnis, auch wenn die Mehrheit in ihrer Freizeit nur bedingt einem klassischen Konzert zuhören würde.