Schule der Zukunft - Bildung für Nachhaltigkeit


 

Allgemeines zur Kampagne 2012-2015

Die Kampagne "Schule der Zukunft" begleitet Schulen für den Projektzeitraum 2012-2015 wieder auf ihrem Weg zu einem zukunftsorientierten Schulleben und unterstützt sie dabei, Unterricht und Schulalltag im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung zu gestalten. Sie trägt dazu bei, wirtschaftliche, ökologische und soziale Entwicklungen im Zusammenhang zu verstehen. Nach Abschluss der neuen Projektphase werden die Schulen, die ihre Ziele erreicht und ihre Entwicklung dokumentiert haben, ebenfalls mit einem Qualitätssiegel als "Schule der Zukunft in NRW" ausgezeichnet.

Nachdem wir am 03. September 2012 bereits als Schule der Zukunft ausgezeichnet wurden, haben wir uns für die Kampagne 2012-2015 auch wieder beworben – nur diesmal treten wir mit einem neuen Themenbereich an!

Unser Projekt "Mit Tradition in eine gesunde Zukunft!" setzt sich aus verschiedenen AGs, kleineren Projekten und Aktionen zusammen. Das übergeordnete Ziel ist die Förderung der psychischen und physischen Gesundheit unserer Schülerinnen und Schüler. Ein großer Bereich ist in diesem Zusammenhang auch die planvolle Förderung der Sozial- und Selbstkompetenzen.

sozial AG

Was kannst du gut, was anderen nützt? In der sozial-AG beantworten jedes Jahr Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 diese Frage mit Ideen und Projekten, die in keinem Schulbuch stehen. Junge Menschen sollen aus der Schule heraus Eigeninitiative ergreifen und sich bürgerschaftlich engagieren mit dem Ziel ihre Sozial- und Selbstkompetenzen zu stärken. Im vergangenen Schuljahr 2012/13 haben die Schülerinnen und Schüler das Projekt „Natur zum Anfassen“ für Grundschulkinder im offenen Ganztag auf die Beine gestellt. Hierzu recherchierten sie im Internet, schrieben eigenständig den Naturschutzbund, die Naturschule Grund in Remscheid und die Zooschule in Wuppertal mit der Bitte um Material für ihre Projektidee an und führten diverse Telefonate. Schließlich erstellten die Schülerinnen und Schüler selbstständig und arbeitsteilig einen Projektplan mit dem Titel „Natur zum Anfassen“, dessen Ziel es war Grundschulkindern das Themenfeld Mensch, Tier und Natur spielerisch näher zu bringen. An drei Nachmittagen setzten sie ihr Projekt an der OGGS Walther-Hartmann erfolgreich um. In diesem Schuljahr engagieren sich die Schülerinnen und Schüler im Altenheim. In Kooperation mit dem Städtischen Alten- und Pflegeheim veranstalten sie Spielenachmittage, organisieren gemeinsame Backaktionen, führen Seniorensportstunden durch und vieles mehr. Nette Gespräche mit den Senioren sind dabei selbstverständlich.

Gesundheitslernen (Klasse 5)

Das Fach Gesundheitslernen befasst sich mit der psychischen und physischen Gesundheit unserer Schülerinnen und Schüler. Ein großer Bereich ist in diesem Zusammenhang die planvolle Förderung der Sozial- und Selbstkompetenzen. Die Schülerinnen und Schüler werden nachhaltig dabei unterstützt, ihr Selbstvertrauen und ihre kommunikativen Fähigkeiten zu stärken, Kontakte und positive Beziehungen aufzubauen und zu pflegen, sowie Konflikt- und Risikosituationen in ihrem Alltag angemessen zu begegnen.

Bücherfonds und Klassenschränke – eine Entlastung für Kinderrücken

Bereits seit 2008 leistet der Bücherfonds zur Anschaffung von Zweitbüchern zum Verbleib in den Fachräumen dank Beteiligung vieler Familien einen Beitrag zur Entlastung der Schultaschen und damit der Rücken der Schülerinnen und Schüler.Inzwischen konnten Erdkundebücher und Biologiebücher für die 5. und 6. Klassen angeschafft werden. Dann kamen Physikbücher für die 7.-9 Klassen hinzu. Zusätzlich wurden Atlanten aus dem Schulbestand bereitgestellt, sodass diese Bücher nicht mehr hin- und hergeschleppt werden müssen. Auch durch vielfältige weitere Maßnahmen wie konsequentes Bücherteilen, die Möglichkeit nicht benötigte Materialien im Klassenschrank zu lagern etc. unterstützen die Lehrerinnen und Lehrer das Anliegen.

Schulsanitätsdienst – Schüler helfen Schülern

Der Schulsanitätsdienst ist eine feste Institution im Schulleben des Röntgen-Gymnasiums. Er geht weit über Erste Hilfe hinaus: Ausgebildete Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter übernehmen Verantwortung für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Bei Unfällen in der Schule sind sie als erste zur Stelle, leisten Erste Hilfe und emotionalen Beistand. Sie informieren die Eltern der verletzten Kinder und wenn nötig den Rettungsdienst. Dies sind wichtige Aufgaben, die Wissen und Einfühlungsvermögen, aber auch Selbstbewusstsein und Teamarbeit erfordern.

Unser Schulhof soll schöner werden! - Wir haben angefangen!

Nachdem bereits im Frühjahr viele Ideen für die Verschönerung des Schulhofes gesammelt wurden, sind die Ideen inzwischen ausgewertet und auf ihre Machbarkeit hin untersucht worden. Einige Bereiche müssen aufgrund zukünftiger Baumaßnahmen erst einmal außen vor gelassen werden, mit den ersten Maßnahmen wurde jedoch schon begonnen. So ist im Atrium eine Vogelvoliere aufgestellt worden, die nach den Sommerferien auch bezogen werden soll und dank eines Pflanzengutscheines der Firma Kremer konnten durch Helferinnen der Atrium-AG einige Rosen und Stauden im Atrium gesetzt werden. Durch wöchentliche Pflegemaßnahmen ist das Atrium inzwischen zu einer schönen Ruheoase geworden. Als nächstes ist eine Sitzstufenanlage zwischen dem oberen und unteren Schulhof auf den etwas verwahrlosten Pflanzbecken geplant. Außerdem befinden sich weitere Sitzgelegenheiten um die große Kastanie an den Tischtennisplatten in Planung.

Keine Macht dem Müll!

Das Röntgen-Gymnasium hat ein Konzept im Rahmen der Umwelterziehung entwickelt, dass alle Schülerinnen und Schüler - von Klasse 5 bis Q2 - einbindet den Schulhof sauber zu halten. Täglich streifen sie mit Eimern und Müllzangen bewaffnet über das Schulgelände und befreien es von Müll. Erreicht werden soll damit eine Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler ihren Müll nicht achtlos liegen zu lassen, wie auch eine positive Einwirkung ihrerseits auf Mitmenschen. Zudem trägt ein sauberes Schulgelände dazu bei sich in der Schule wohlzufühlen.

Toiletten – das stille Örtchen strahlt dank vereinter Kräfte in neuem Glanz

Die Schülertoiletten waren häufig verschmutzt. Toilettenpapier wurde in den Sanitärräumen verteilt, Toilettenpapierrollen zur Überflutung der Toiletten verwendet und zum Teil sogar die Einrichtung beschädigt. Ein Großteil unserer Schülerinnen und Schüler nutzte die Toiletten daher nur ungern. Der Arbeitskreis Gesunde Schule machte es sich dann zur Aufgabe, den Toilettenzustand zu verbessern und die Toilettenräume zu verschönern. Denn erwiesenermaßen werden ansprechend gestaltete Toiletten von ihren Nutzern eher sauber gehalten. Wie kann man den verbesserten Zustand erhalten? Die Schülerinnen und Schüler erstellten eigenständig Regeln zur Nutzung der Toiletten und gestalteten ansprechende Plakate mit teils lustigen Piktogrammen. Diese wurden in den Toilettenvorräumen und -kabinen aufgehängt. Von der SV wurde ein Toilettenkonzept entwickelt: Schüleraufsichten in den Pausenzeiten. Diese Pausenaufsichten stellen eine win-win-Situation für alle Beteiligten dar. Die Toiletten sind in der Pause während der höchsten Nutzungsfrequenz beaufsichtigt und die beaufsichtigenden Schülerinnen und Schüler erhalten das Privileg, während der Pause im Gebäude verbleiben zu können. Dadurch werden auch die aufsichtführenden Lehrkräfte unterstützt.